{"id":1034,"date":"2026-09-29T11:23:26","date_gmt":"2026-09-29T09:23:26","guid":{"rendered":"https:\/\/struktur.hoeberth.de\/wordpress\/?p=1034"},"modified":"2026-09-29T11:23:28","modified_gmt":"2026-09-29T09:23:28","slug":"wer-hat-diesen-schaltkreis-entworfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/struktur.hoeberth.de\/wordpress\/2026\/09\/29\/wer-hat-diesen-schaltkreis-entworfen\/","title":{"rendered":"Wer hat diesen Schaltkreis entworfen?"},"content":{"rendered":"\n<h1 id=\"h-was-ein-seltsames-experiment-uber-evolution-und-kreationismus-verrat\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Was ein seltsames Experiment \u00fcber Evolution und Kreationismus verr\u00e4t<\/h1>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-yoast-seo-estimated-reading-time yoast-reading-time__wrapper\"><span class=\"yoast-reading-time__icon\"><svg aria-hidden=\"true\" focusable=\"false\" data-icon=\"clock\" width=\"20\" height=\"20\" fill=\"none\" stroke=\"currentColor\" style=\"display:inline-block;vertical-align:-0.1em\" role=\"img\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 24 24\"><path stroke-linecap=\"round\" stroke-linejoin=\"round\" stroke-width=\"2\" d=\"M12 8v4l3 3m6-3a9 9 0 11-18 0 9 9 0 0118 0z\"><\/path><\/svg><\/span><span class=\"yoast-reading-time__spacer\" style=\"display:inline-block;width:1em\"><\/span><span class=\"yoast-reading-time__descriptive-text\">Estimated reading time: <\/span><span class=\"yoast-reading-time__reading-time\">17<\/span><span class=\"yoast-reading-time__time-unit\"> Minuten<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer durch ein technisches Museum geht und dort eine komplizierte mechanische Uhr betrachtet, wird kaum auf den Gedanken kommen, sie sei zuf\u00e4llig entstanden. Zahnr\u00e4der greifen ineinander, Federn speichern Energie, eine Hemmung portioniert ihre Freisetzung, und am Ende bewegen sich Zeiger mit erstaunlicher Pr\u00e4zision \u00fcber ein Zifferblatt. Irgendjemand muss sich das ausgedacht haben. Genau diese Intuition bildet seit Jahrhunderten eines der st\u00e4rksten Argumente f\u00fcr die Vorstellung eines Sch\u00f6pfers. Wenn schon eine Uhr einen Uhrmacher voraussetzt \u2013 wie viel mehr m\u00fcsste das f\u00fcr ein Auge, ein Gehirn oder gar einen vollst\u00e4ndigen Organismus gelten?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Argument erscheint zun\u00e4chst ausgesprochen vern\u00fcnftig. Es hat nur einen Haken: Es setzt voraus, dass funktionale Komplexit\u00e4t grunds\u00e4tzlich auf dieselbe Weise entsteht wie eine Uhr. Es gibt einen Konstrukteur, der das gew\u00fcnschte Ergebnis bereits kennt, einen Plan entwickelt und anschlie\u00dfend die einzelnen Bestandteile so zusammensetzt, dass sie gemeinsam die vorgesehene Funktion erf\u00fcllen. Doch genau an dieser Stelle unterscheidet sich Evolution fundamental von Konstruktion. Ein bemerkenswertes Experiment des britischen Informatikers Adrian Thompson zeigt diesen Unterschied auf geradezu verbl\u00fcffende Weise.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist ein Detail von entscheidender Bedeutung, das in popul\u00e4ren Darstellungen des Experiments leicht untergeht: Thompson lie\u00df die Evolution nicht einfach innerhalb einer Computersimulation ablaufen. Die Schaltungen mussten sich auf realer Hardware bew\u00e4hren. Die Evolution bekam es also mit echter Materie und deren tats\u00e4chlichen physikalischen Eigenschaften zu tun.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-ein-ingenieur-der-nicht-konstruiert\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Ein Ingenieur, der nicht konstruiert<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adrian Thompson besch\u00e4ftigte sich in den 1990er-Jahren an der University of Sussex mit sogenannter evolution\u00e4rer Hardware. Seine Frage war ebenso einfach wie ungew\u00f6hnlich: Was geschieht, wenn wir einen elektronischen Schaltkreis nicht konstruieren, sondern evolvieren lassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Normalerweise arbeitet ein Elektronikingenieur so, dass er eine Aufgabe analysiert, sie in Teilprobleme zerlegt und anschlie\u00dfend eine Schaltung entwirft, deren einzelne Komponenten bestimmte Funktionen \u00fcbernehmen. Er wei\u00df zumindest grunds\u00e4tzlich, warum er ein bestimmtes Bauteil an einer bestimmten Stelle ben\u00f6tigt und wie die Bestandteile zusammenwirken sollen. Thompson ging den umgekehrten Weg. Er verwendete einen FPGA, einen \u201eField Programmable Gate Array\u201c. Das ist ein realer elektronischer Chip, dessen interne Verschaltung nachtr\u00e4glich ver\u00e4ndert werden kann. Welche Verschaltungen und Funktionen auf dem Chip realisiert werden, wird dabei durch eine lange Folge bin\u00e4rer Informationen \u2013 also letztlich Nullen und Einsen \u2013 festgelegt. Diese Konfigurationsdaten lassen sich in gewisser Weise mit der DNA eines Organismus vergleichen: Sie enthalten die Information, aus der sich eine bestimmte physische Konfiguration ergibt, und sie k\u00f6nnen kopiert, ver\u00e4ndert und miteinander rekombiniert werden. Damit besa\u00df Thompson etwas, das f\u00fcr ein evolution\u00e4res Verfahren entscheidend ist: eine Art digitales \u201eGenom\u201c, dessen Ver\u00e4nderungen sich anschlie\u00dfend in unterschiedlichen realen Schaltungen auf dem Chip auswirkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Aufgabe, die dieser Chip bew\u00e4ltigen sollte, war \u00fcberschaubar: Die Schaltung sollte zwei Eingangssignale voneinander unterscheiden, eines mit einer Frequenz von 1 Kilohertz und eines mit 10 Kilohertz. Ein Ingenieur k\u00f6nnte f\u00fcr ein solches Problem selbstverst\u00e4ndlich eine Schaltung entwerfen. Thompson tat genau das nicht. Stattdessen erzeugte ein genetischer Algorithmus unterschiedliche Konfigurationen des Chips. Jede dieser Konfigurationen wurde getestet. Jene Varianten, die die beiden Frequenzen ein kleines bisschen besser unterscheiden konnten, erhielten eine gr\u00f6\u00dfere Chance, Eigenschaften an die n\u00e4chste Generation weiterzugeben. Ihre Konfigurationen wurden ver\u00e4ndert und kombiniert und anschlie\u00dfend erneut getestet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit waren die entscheidenden Bestandteile eines evolution\u00e4ren Prozesses vorhanden: Variation, Selektion und Vererbung mit Ver\u00e4nderung. Es gab jedoch keinen Plan, wie die fertige Schaltung aussehen sollte. Niemand hatte festgelegt, welche elektronischen Elemente welche Teilaufgaben \u00fcbernehmen sollten. Vorgegeben war lediglich ein Selektionskriterium: Die Schaltung sollte die beiden Frequenzen m\u00f6glichst zuverl\u00e4ssig unterscheiden k\u00f6nnen. Nach einigen tausend Generationen entstand tats\u00e4chlich eine funktionierende L\u00f6sung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und damit begann der eigentlich interessante Teil des Experiments.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-keine-simulation\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Keine Simulation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An dieser Stelle k\u00f6nnte man zun\u00e4chst einwenden, dass Computer schlie\u00dflich schon seit Jahrzehnten evolution\u00e4re Prozesse simulieren. Innerhalb einer solchen Simulation kann man virtuelle Organismen oder Schaltungen erzeugen, mutieren lassen und anschlie\u00dfend diejenigen ausw\u00e4hlen, die eine bestimmte Aufgabe am besten erf\u00fcllen. Das kann zu erstaunlichen und f\u00fcr den Programmierer vollkommen unerwarteten Ergebnissen f\u00fchren. Dennoch bleibt dabei eine wichtige Einschr\u00e4nkung bestehen: Die simulierte Welt besitzt nur jene physikalischen Eigenschaften, die ihr Modell zul\u00e4sst. Was in diesem Modell prinzipiell nicht vorgesehen ist, kann von der Evolution auch nicht benutzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet keineswegs, dass eine Simulation nur Ergebnisse hervorbringen k\u00f6nnte, die ihr Programmierer bereits kennt oder vorhergesehen hat. Gerade komplexe Systeme k\u00f6nnen aus einfachen Regeln h\u00f6chst \u00fcberraschende Strukturen entstehen lassen. Aber alle m\u00f6glichen L\u00f6sungen bleiben innerhalb des physikalischen beziehungsweise mathematischen M\u00f6glichkeitsraumes, den das Simulationsmodell bereitstellt. Wenn der Programmierer beispielsweise keine elektromagnetische Wechselwirkung zwischen zwei virtuellen Bauteilen vorgesehen hat, kann die simulierte Evolution auch keine solche Wechselwirkung entdecken und f\u00fcr ihre Zwecke nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thompsons Experiment ging genau an diesem Punkt einen entscheidenden Schritt weiter. Die Kandidatenl\u00f6sungen wurden nicht nur mathematisch berechnet, sondern tats\u00e4chlich auf einen physischen FPGA-Chip geladen und dort ausgef\u00fchrt. Thompson bezeichnete dieses Verfahren deshalb als \u201eintrinsic hardware evolution\u201c. Die Fitness einer Schaltung wurde daran gemessen, wie sie sich verhielt, wenn sie wirklich als elektronische Konfiguration in Silizium existierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit bestand die \u201eWelt\u201c, in der diese Evolution stattfand, nicht nur aus den idealisierten Eigenschaften elektronischer Bauteile, die ein Ingenieur in einem Simulationsmodell ber\u00fccksichtigt h\u00e4tte. Ihre Welt bestand aus der wirklichen Physik des Chips. Und die ist komplizierter als unsere Modelle von ihr. Transistoren besitzen parasit\u00e4re Kapazit\u00e4ten, elektrische Felder k\u00f6nnen benachbarte Strukturen beeinflussen, Signallaufzeiten spielen eine Rolle, Stromversorgung und elektromagnetische Kopplungen erzeugen Wechselwirkungen, die in einem klassischen logischen Schaltplan gar nicht erscheinen m\u00fcssen. Ein Ingenieur versucht viele dieser Effekte normalerweise zu vermeiden, weil sie seine sauber entworfene Schaltung st\u00f6ren k\u00f6nnten. Die Evolution kennt diese R\u00fccksichtnahme nicht. Wenn irgendeine physikalische Eigenschaft des Materials dazu beitr\u00e4gt, das Selektionskriterium besser zu erf\u00fcllen, kann sie diese Eigenschaft benutzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau das scheint in Thompsons Experiment geschehen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-eine-schaltung-die-kein-ingenieur-so-gebaut-hatte\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Eine Schaltung, die kein Ingenieur so gebaut h\u00e4tte<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Thompson die entstandene Schaltung untersuchte, zeigte sich etwas Merkw\u00fcrdiges. Sie funktionierte, aber sie sah \u00fcberhaupt nicht so aus, wie ein menschlicher Ingenieur das Problem gel\u00f6st h\u00e4tte. Nur eine erstaunlich kleine Zahl von Zellen war f\u00fcr die eigentliche Frequenzunterscheidung erforderlich. Noch seltsamer war jedoch, dass einige Zellen nach den \u00fcblichen Kriterien \u00fcberhaupt nicht mit dem funktionierenden Schaltkreis verbunden waren. Betrachtete man nur den logischen Schaltplan, h\u00e4tte man erwarten m\u00fcssen, dass man sie problemlos entfernen k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch als Thompson solche scheinbar bedeutungslosen Bestandteile deaktivierte, verschlechterte sich die Funktion der Schaltung. Besonders bei einer dieser isoliert erscheinenden Zellen war der Effekt deutlich. Obwohl ihr Ausgang logisch nirgendwohin f\u00fchrte, war ihre physische Anwesenheit offenbar f\u00fcr das Verhalten des Gesamtsystems relevant. Thompson diskutierte deshalb Wechselwirkungen, die \u00fcber die konventionelle digitale Verschaltung hinausgingen \u2013 etwa Kopplungen \u00fcber die Stromversorgung oder andere analoge physikalische Effekte des Chips.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit hatte die Evolution etwas getan, was ein menschlicher Ingenieur normalerweise gerade vermeiden w\u00fcrde: Sie hatte nicht nur die offiziell vorgesehenen digitalen Funktionen des Chips benutzt, sondern offenbar Eigenschaften seiner materiellen Realisierung. Sie hatte gewisserma\u00dfen nicht nur den Baukasten durchsucht, den der Hersteller des FPGA f\u00fcr den Ingenieur bereitgestellt hatte, sondern auch die unbeabsichtigten M\u00f6glichkeiten des Materials selbst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier wird das Experiment f\u00fcr die Diskussion \u00fcber Evolution besonders interessant. Ein biologischer Organismus besteht schlie\u00dflich ebenfalls nicht aus idealisierten Komponenten, deren Funktionen vollst\u00e4ndig in einem abstrakten Bauplan beschrieben werden k\u00f6nnten. Proteine, Zellmembranen, elektrische Potentiale, mechanische Spannungen, chemische Konzentrationen und zahllose andere Faktoren beeinflussen einander gleichzeitig. Evolution arbeitet nicht mit unserem Modell dieser Wirklichkeit. Sie arbeitet mit der Wirklichkeit selbst.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-aber-wer-hat-den-algorithmus-programmiert\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Aber wer hat den Algorithmus programmiert?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An diesem Punkt liegt ein kreationistischer Einwand nahe: Thompson hat zwar die konkrete Schaltung nicht konstruiert, aber Menschen haben den FPGA hergestellt, Menschen haben den genetischen Algorithmus programmiert und Thompson selbst hat festgelegt, welche Leistung als erfolgreich gelten sollte. Steckt also nicht doch wieder ein intelligenter Konstrukteur hinter dem Ergebnis?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nat\u00fcrlich steckt hinter dem Experiment ein intelligenter Experimentator. Das Experiment beweist deshalb weder, dass unser Universum keinen Sch\u00f6pfer besitzt, noch w\u00e4re es \u00fcberhaupt dazu geeignet, eine solche metaphysische Frage zu entscheiden. Seine Bedeutung liegt an einer anderen Stelle. Es beantwortet die viel konkretere Frage, ob eine funktionierende Struktur deshalb von einer Intelligenz im Detail entworfen worden sein muss, weil ihre Bestandteile auf komplizierte Weise zusammenwirken und eine erkennbare Funktion erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und genau diese Schlussfolgerung ist nicht zul\u00e4ssig. Thompson bestimmte die Bedingungen des evolution\u00e4ren Prozesses und das Selektionskriterium, aber er bestimmte nicht die L\u00f6sung. Er wusste nicht, wie die fertige Schaltung aussehen w\u00fcrde, zeichnete keinen entsprechenden Schaltplan und legte nicht fest, welche Zelle welche Funktion \u00fcbernehmen sollte. Vor allem programmierte er nicht jene besonderen physikalischen Wechselwirkungen als L\u00f6sungsweg, welche die Evolution offenbar ausnutzte. Er stellte einen Raum m\u00f6glicher Ver\u00e4nderungen bereit und entschied, welche Ergebnisse sich st\u00e4rker vermehren durften. Die konkrete L\u00f6sung entstand innerhalb dieses Prozesses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann den Unterschied an einem einfachen Gedankenexperiment verdeutlichen. Angenommen, jemand baut ein gro\u00dfes Gew\u00e4chshaus, bestimmt Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Beleuchtung und l\u00e4sst darin \u00fcber sehr viele Generationen Organismen miteinander konkurrieren. Selbst wenn dieser Mensch die gesamte Umgebung geschaffen h\u00e4tte, w\u00e4re daraus noch lange nicht abzuleiten, dass er die Anatomie jedes sp\u00e4ter darin entstandenen Organismus konstruiert h\u00e4tte. Er h\u00e4tte die Bedingungen geschaffen, unter denen bestimmte Entwicklungen m\u00f6glich und andere unwahrscheinlich wurden. Genau diese Unterscheidung zwischen <strong>Bedingungen schaffen<\/strong> und <strong>Ergebnisse konstruieren<\/strong> ist f\u00fcr die Auseinandersetzung mit dem Kreationismus entscheidend.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-zweckmassigkeit-ist-nicht-dasselbe-wie-planung\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Zweckm\u00e4\u00dfigkeit ist nicht dasselbe wie Planung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir ein Auge betrachten, sehen wir eine erstaunlich zweckm\u00e4\u00dfige Struktur. Linse, Iris, Netzhaut, Sehnerv und neuronale Bildverarbeitung wirken so zusammen, dass aus elektromagnetischer Strahlung schlie\u00dflich eine differenzierte visuelle Wahrnehmung entsteht. Daraus entwickelt sich beinahe automatisch die Intuition, eine derart komplexe Struktur m\u00fcsse geplant worden sein. Doch in diesem Gedankengang findet unbemerkt ein Wechsel statt: Aus der Feststellung, dass eine Struktur eine Funktion erf\u00fcllt, wird geschlossen, sie sei mit der Absicht konstruiert worden, diese Funktion zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das eine folgt jedoch nicht aus dem anderen. Nat\u00fcrliche Selektion ben\u00f6tigt kein fertiges Konstruktionsziel. Sie ben\u00f6tigt Unterschiede zwischen Varianten und die Tatsache, dass manche dieser Varianten unter bestimmten Umweltbedingungen h\u00e4ufiger Nachkommen hinterlassen als andere. Verbessert eine geringf\u00fcgige Ver\u00e4nderung beispielsweise die Lichtempfindlichkeit eines Organismus und verschafft ihm dadurch einen kleinen Fortpflanzungsvorteil, kann sich diese Ver\u00e4nderung innerhalb einer Population ausbreiten. Sp\u00e4tere Ver\u00e4nderungen bauen auf der bereits vorhandenen Struktur auf, ver\u00e4ndern sie, verwenden Teile davon f\u00fcr neue Funktionen und schaffen dadurch \u00fcber sehr lange Zeitr\u00e4ume Strukturen, deren Komplexit\u00e4t aus der Summe unz\u00e4hliger kleiner historischer Schritte hervorgegangen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der entscheidende Unterschied liegt also weniger in der Komplexit\u00e4t des Ergebnisses als in der Art seiner Entstehung. Ein Ingenieur beginnt mit einer Vorstellung des gew\u00fcnschten Endzustands und fragt, welche Komponenten er ben\u00f6tigt, um diesen Zustand zu erreichen. Evolution beginnt dagegen immer mit dem, was bereits vorhanden ist. Sie kann nur Varianten davon erzeugen und durch Selektion diejenigen bevorzugen, die unter den jeweiligen Bedingungen besser funktionieren. Deshalb \u00e4hnelt ein Organismus auch viel weniger einer Maschine vom Rei\u00dfbrett, als es auf den ersten Blick scheint. Der menschliche K\u00f6rper ist voller historischer Umwege, Mehrfachverwendungen, Kompromisse und Strukturen, deren seltsame Gestalt erst verst\u00e4ndlich wird, wenn man ihre evolution\u00e4re Vergangenheit kennt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Evolution beginnt niemals auf einem leeren Zeichenbrett. Sie baut um, ver\u00e4ndert vorhandene Strukturen, verwendet alte Komponenten f\u00fcr neue Aufgaben und arbeitet mit dem Material, das ihr die Geschichte hinterlassen hat. Gerade deshalb kann das Resultat h\u00f6chst zweckm\u00e4\u00dfig sein, ohne jemals als Ganzes geplant worden zu sein. Thompsons seltsamer Schaltkreis liefert daf\u00fcr ein geradezu ideales technisches Anschauungsmodell: Er funktioniert nicht deshalb, weil jemand seine Bestandteile entsprechend einem vorher entworfenen Plan angeordnet h\u00e4tte, sondern weil aus vielen Varianten jene erhalten blieben, die zunehmend besser funktionierten.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-evolution-erklart-und-was-nicht\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Was Evolution erkl\u00e4rt \u2013 und was nicht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist allerdings noch keineswegs jede philosophische Frage beantwortet. Man kann durchaus weiterfragen, warum \u00fcberhaupt eine Welt existiert, in der evolution\u00e4re Prozesse m\u00f6glich sind. Warum besitzt Materie Eigenschaften, aus denen stabile Atome, komplexe Molek\u00fcle, Selbstorganisation, Replikation und schlie\u00dflich Leben hervorgehen k\u00f6nnen? Warum gibt es Naturgesetze, die nicht nur dauerhafte Strukturen erm\u00f6glichen, sondern offenbar auch eine Entwicklung zu immer neuen Organisationsformen zulassen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das sind legitime Fragen, aber es sind andere Fragen als jene, welche die biologische Evolutionstheorie beantwortet. Die Evolutionstheorie erkl\u00e4rt, wie sich Populationen ver\u00e4ndern, wie Anpassungen entstehen, wie sich Arten aufspalten und wie aus fr\u00fcheren Lebensformen neue hervorgehen k\u00f6nnen. Sie beansprucht nicht zu erkl\u00e4ren, warum \u00fcberhaupt ein Universum mit genau jenen Eigenschaften existiert, in dem solche Prozesse m\u00f6glich sind. Ebenso wenig folgt aus der Evolutionstheorie, dass es keinen Gott oder keinen geistigen Urgrund der Wirklichkeit geben k\u00f6nne. Eine naturwissenschaftliche Theorie \u00fcber die Entwicklung des Lebens ist keine vollst\u00e4ndige Metaphysik.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was durch die Evolutionstheorie allerdings \u00fcberfl\u00fcssig wird, ist eine bestimmte Vorstellung von Sch\u00f6pfung: die Vorstellung eines Gottes, der biologische Strukturen \u00e4hnlich wie ein Ingenieur entwirft und anschlie\u00dfend nach einem fertigen Bauplan herstellt. Genau hier liegt der Konflikt mit dem Kreationismus. Nicht die Existenz eines metaphysischen Urgrundes steht zur Debatte, sondern die Behauptung, komplexe biologische Strukturen k\u00f6nnten ohne einen unmittelbar planenden Konstrukteur grunds\u00e4tzlich nicht entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thompsons Experiment demonstriert im Kleinen, warum diese Schlussfolgerung nicht tr\u00e4gt. Man kann die Bedingungen eines evolution\u00e4ren Prozesses vorgeben, ohne dessen Ergebnisse zu entwerfen. Mehr noch: Der Prozess kann L\u00f6sungen hervorbringen, die sein Initiator weder geplant noch vollst\u00e4ndig verstanden hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-was-ware-wenn-schopfung-evolution-bedeutet\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Was w\u00e4re, wenn Sch\u00f6pfung Evolution bedeutet?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehmen wir nun \u2013 ausdr\u00fccklich als philosophische \u00dcberlegung und nicht als naturwissenschaftliche Aussage \u2013 an, die Wirklichkeit bes\u00e4\u00dfe tats\u00e4chlich einen geistigen Urgrund. Dann m\u00fcsste dieser Urgrund keineswegs wie ein gigantischer Uhrmacher gedacht werden, der au\u00dferhalb des Universums sitzt und Arten, Organe und Molek\u00fcle einzeln konstruiert. Man k\u00f6nnte Sch\u00f6pfung vollkommen anders verstehen: nicht als Herstellung fertiger Dinge, sondern als Hervorbringen einer Wirklichkeit, die selbst sch\u00f6pferische M\u00f6glichkeiten besitzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine solche Welt m\u00fcsste nicht f\u00fcr jedes neue Lebewesen einen neuen g\u00f6ttlichen Konstruktionsakt ben\u00f6tigen. Ihre grundlegenden Eigenschaften w\u00fcrden gen\u00fcgen, um Selbstorganisation, Variation, Selektion und die Entstehung neuer Komplexit\u00e4t zu erm\u00f6glichen. Sch\u00f6pfung w\u00e4re dann kein Ereignis, das irgendwann abgeschlossen wurde, sondern ein fortdauernder Prozess, in dem die M\u00f6glichkeiten der Wirklichkeit zunehmend Gestalt annehmen. Naturgesetz und Evolution w\u00e4ren in einer solchen Sichtweise keine Konkurrenten eines sch\u00f6pferischen Weltgrundes, sondern gerade die Weise, in der sich dessen sch\u00f6pferisches Potential entfaltet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das w\u00e4re allerdings kein Kreationismus mehr. Kreationismus versucht, naturwissenschaftliche Erkl\u00e4rungen biologischer Entwicklung zumindest teilweise durch unmittelbare Konstruktion zu ersetzen. Ein evolution\u00e4res Gottesverst\u00e4ndnis w\u00fcrde dagegen gerade keinen Widerspruch zwischen Sch\u00f6pfung und Evolution sehen. Die Evolution w\u00e4re nicht jene Erkl\u00e4rung, die Gott aus der Welt verdr\u00e4ngt, sondern der Prozess, durch den eine sch\u00f6pferisch verfasste Wirklichkeit ihre M\u00f6glichkeiten entfaltet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob man einen solchen Urgrund \u201eGott\u201c, \u201eGeist\u201c, \u201eNatur\u201c oder anders nennt, ist eine weiterf\u00fchrende metaphysische Frage. Die Naturwissenschaft ben\u00f6tigt diese Annahme f\u00fcr ihre Erkl\u00e4rung der Evolution nicht. Sie kann sie aber ebenso wenig durch die Evolutionstheorie widerlegen. Damit verschiebt sich die interessante philosophische Frage von \u201eHat Gott die Arten konstruiert?\u201c zu einer wesentlich grundlegenderen: <strong>Warum ist die Wirklichkeit \u00fcberhaupt so beschaffen, dass sie aus sich heraus Neues hervorbringen kann?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"h-die-tiefere-lektion-des-experiments\" class=\"wp-block-heading has-large-font-size\">Die tiefere Lektion des Experiments<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adrian Thompson wollte mit seinem FPGA-Experiment keine Religionsphilosophie betreiben. Er untersuchte eine technische Frage der evolution\u00e4ren Hardwareentwicklung. Gerade deshalb ist das Experiment philosophisch so interessant. Ein Mensch stellte eine materielle Umgebung bereit, definierte Selektionsbedingungen und lie\u00df Variation und Selektion wirken. Am Ende lag vor ihm etwas, das funktionierte, obwohl er es nicht konstruiert hatte und dessen Funktionsweise sich seiner gewohnten technischen Begriffswelt teilweise entzog.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Experiment ist selbstverst\u00e4ndlich kein Beweis f\u00fcr die biologische Evolution. Daf\u00fcr gibt es eine ganz andere und wesentlich umfangreichere Evidenz aus Genetik, Pal\u00e4ontologie, vergleichender Anatomie, Entwicklungsbiologie, Biogeografie und direkt beobachtbaren evolution\u00e4ren Ver\u00e4nderungen. Thompsons Experiment leistet etwas anderes: Es macht einen Mechanismus anschaulich, der unserer allt\u00e4glichen Intuition zun\u00e4chst widerspricht. Wir sind gewohnt, von einer komplizierten Funktion auf einen komplizierten Plan zu schlie\u00dfen, weil nahezu alle funktionalen technischen Gegenst\u00e4nde unserer Umgebung tats\u00e4chlich auf diese Weise entstanden sind. Ein Smartphone, eine Uhr oder ein Flugzeug haben Konstrukteure. Deshalb \u00fcbertragen wir diese Erfahrung leicht auf die Natur.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch genau hier erweist sich die Analogie von der Uhr und dem Uhrmacher als zu einfach. Zwar wird eine einzelne Uhr von einem Konstrukteur entworfen, doch selbst technische Entwicklung besitzt durchaus evolution\u00e4re Z\u00fcge. Auch Ingenieure beginnen selten auf einem v\u00f6llig leeren Zeichenbrett. Sie ver\u00e4ndern vorhandene Konstruktionen, kombinieren erfolgreiche L\u00f6sungen neu und verwerfen andere. Anschlie\u00dfend findet \u00fcber technische Bew\u00e4hrung, Konkurrenz und Marktmechanismen eine zus\u00e4tzliche Selektion statt. In diesem Sinne besitzen auch Autos, Computer oder Flugzeuge eine Entwicklungsgeschichte; das Automobil entstand nicht als vollkommen neue Idee aus dem Nichts, sondern \u00fcber zahlreiche Zwischenschritte aus \u00e4lteren Fahrzeugformen und \u00fcbernahm anfangs sogar wesentliche Konstruktionsmerkmale der Kutsche. Der entscheidende Unterschied zur biologischen Evolution liegt deshalb nicht darin, dass technische Entwicklung \u00fcberhaupt keine evolution\u00e4ren Prozesse kennt, sondern darin, dass hier bewusste Konstruktion und Selektion ineinandergreifen. In der biologischen Evolution dagegen muss niemand die jeweils n\u00e4chste Variante entwerfen oder das sp\u00e4tere Ergebnis kennen. Sobald Variation, Vererbung und unterschiedliche Fortpflanzungserfolge vorhanden sind, kann Selektion funktionale Strukturen \u00fcber viele Generationen ver\u00e4ndern und verfeinern. Die entscheidende Frage lautet dann nicht mehr nur: \u201eWer hat dieses Organ konstruiert?\u201c, sondern vor allem: \u201eDurch welche Entwicklungsgeschichte konnte diese Struktur entstehen?\u201c Aus der Suche nach einem Bauplan wird die Rekonstruktion eines historischen Prozesses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thompsons Schaltkreis macht diesen Unterschied auf einem unscheinbaren St\u00fcck Silizium sichtbar. Der Mensch hatte das Problem formuliert und die Selektionsbedingungen geschaffen, aber die Antwort nicht vorgegeben. Und weil diese Evolution auf realer Hardware stattfand, konnte sie sogar physikalische Eigenschaften ihrer Umwelt nutzen, die kein Ingenieur als Bestandteil der L\u00f6sung geplant hatte. Genau darin liegt die entscheidende Lektion des Experiments: <strong>Funktionale Ordnung ben\u00f6tigt keinen Plan, in dem die fertige Ordnung bereits vorweggenommen wird.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daraus folgt weder, dass es keinen Gott gibt, noch dass die Existenz eines Universums, in dem solche Prozesse m\u00f6glich sind, keiner weiteren Erkl\u00e4rung bedarf. Es folgt lediglich, dass wir zwischen <strong>Sch\u00f6pfung und Konstruktion<\/strong> unterscheiden sollten. Wer einen geistigen oder g\u00f6ttlichen Urgrund der Wirklichkeit annimmt, muss sich diesen nicht als kosmischen Ingenieur vorstellen, der jedes Lebewesen einzeln am Rei\u00dfbrett entwirft. Sch\u00f6pfung lie\u00dfe sich ebenso als Hervorbringen einer Wirklichkeit verstehen, die selbst sch\u00f6pferisch ist \u2013 einer Welt, in der aus einfachen Voraussetzungen durch Selbstorganisation und Evolution tats\u00e4chlich Neues entstehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Adrian Thompsons kleiner FPGA sagt uns nicht, ob eine solche metaphysische Vorstellung wahr ist. Aber er zeigt uns etwas, das f\u00fcr diese Frage von grundlegender Bedeutung ist: Wenn wir in der Natur auf etwas treffen, das erstaunlich gut funktioniert, d\u00fcrfen wir aus dieser Zweckm\u00e4\u00dfigkeit nicht automatisch auf einen Konstrukteur schlie\u00dfen, der genau diese L\u00f6sung geplant haben muss. Evolution bietet eine andere Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Anschein von Konstruktion \u2013 nicht durch einen vorausgehenden Bauplan, sondern durch die kumulative Wirkung einer Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manchmal gibt es keinen Bauplan.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt eine Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-h-berths-blog wp-block-embed-h-berths-blog\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"ftPKz974GP\"><a href=\"https:\/\/struktur.hoeberth.de\/wordpress\/2026\/04\/10\/das-harte-problem-des-bewusstseins-existiert\/\">Das harte Problem des Bewusstseins existiert<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"\u201eDas harte Problem des Bewusstseins existiert\u201c \u2013 H\u00f6berths-Blog\" src=\"https:\/\/struktur.hoeberth.de\/wordpress\/2026\/04\/10\/das-harte-problem-des-bewusstseins-existiert\/embed\/#?secret=tfFDCVHSuZ#?secret=ftPKz974GP\" data-secret=\"ftPKz974GP\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-h-berths-blog wp-block-embed-h-berths-blog\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"zFhWvfJZtN\"><a href=\"https:\/\/struktur.hoeberth.de\/wordpress\/2025\/07\/01\/der-neue-gott-warum-ki-kein-ersatz-fuer-das-goettliche-ist-sondern-ein-spiegel-unserer-spirituellen-leerstelle\/\">\u201eDer neue Gott?\u201c \u2013 KI ist kein Ersatz f\u00fcr das G\u00f6ttliche<\/a><\/blockquote><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"\u201e\u201eDer neue Gott?\u201c \u2013 KI ist kein Ersatz f\u00fcr das G\u00f6ttliche\u201c \u2013 H\u00f6berths-Blog\" src=\"https:\/\/struktur.hoeberth.de\/wordpress\/2025\/07\/01\/der-neue-gott-warum-ki-kein-ersatz-fuer-das-goettliche-ist-sondern-ein-spiegel-unserer-spirituellen-leerstelle\/embed\/#?secret=WHGNbwh3Hl#?secret=zFhWvfJZtN\" data-secret=\"zFhWvfJZtN\" width=\"500\" height=\"282\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ein seltsames Experiment \u00fcber Evolution und Kreationismus verr\u00e4t Wer durch ein technisches Museum geht und dort eine komplizierte mechanische Uhr betrachtet, wird kaum auf den Gedanken kommen, sie sei zuf\u00e4llig entstanden. 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