Wir brauchen nicht weniger Zukunft

Warum Degrowth die falsche Antwort auf einen evolutionären Wendepunkt der Menschheit ist

Es gibt einen Satz, der in Diskussionen über Wirtschaftswachstum fast zwangsläufig irgendwann auftaucht: Unendliches Wachstum sei auf einem endlichen Planeten unmöglich.

Der Satz klingt so zwingend, dass jeder Widerspruch beinahe den Verdacht erweckt, man habe entweder die Mathematik oder die Endlichkeit der Erde nicht verstanden. Schon der Club of Rome machte 1972 mit den „Grenzen des Wachstums“ darauf aufmerksam, dass exponentiell steigende Bevölkerung, Industrieproduktion und Ressourcenverbrauch in einem begrenzten System irgendwann an Grenzen stoßen müssen.

Daran ist zunächst nichts auszusetzen. Natürlich können wir nicht jedes Jahr mehr Erdöl verbrennen, mehr Erze aus der Erde holen, mehr Landschaft verbauen und immer größere Mengen materieller Güter wegwerfen. Keine physische Größe kann auf einem endlichen Planeten unbegrenzt exponentiell wachsen.

Nur folgt daraus keineswegs, was heute häufig daraus gefolgert wird: dass deshalb auch Wirtschaft, Wohlstand und menschliche Entwicklung schrumpfen müssten.

Hier beginnt meines Erachtens eines der großen Missverständnisse unserer gegenwärtigen Zukunftsdebatte. Wir verwechseln Wachstum mit Materialdurchsatz. Und wir laufen Gefahr, ausgerechnet in einem Augenblick das Schrumpfen zum gesellschaftlichen Leitbild zu erklären, in dem Künstliche Intelligenz, Robotik, erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft beginnen könnten, die Grundlagen unserer bisherigen Ökonomie radikaler zu verändern als irgendeine Technologie seit der industriellen Revolution.

Wir brauchen nicht weniger Wachstum. Wir müssen nur endlich verstehen, was wachsen soll – und was nicht mehr wachsen darf.

Der Josefspfennig und die Tücken der Extrapolation

Ich habe mich mit dieser Frage schon vor langer Zeit beschäftigt. 2011 schrieb ich einen Artikel über den sogenannten Josefspfennig.

Das bekannte Gedankenexperiment geht ungefähr so: Hätte Josef zur Geburt Jesu einen einzigen Pfennig zu einem bestimmten Zinssatz angelegt und wären Zins und Zinseszins zweitausend Jahre lang weitergelaufen, wäre daraus eine astronomische Geldsumme entstanden. Bei entsprechendem Zinssatz hätte das resultierende Vermögen irgendwann den Gegenwert einer Goldmenge erreicht, für die nicht einmal die Erde genügend Materie bereitstellen könnte.

Das Beispiel soll die Absurdität exponentiellen Wachstums demonstrieren.

Und natürlich demonstriert es tatsächlich etwas Wichtiges: Eine physische Größe kann nicht beliebig exponentiell wachsen.

Aber das Gedankenexperiment enthält zugleich eine andere Lektion, die in solchen Diskussionen leicht übersehen wird. Es extrapoliert ein bestimmtes ökonomisches Verhältnis über zwei Jahrtausende, als würden sich Geldsystem, Kaufkraft, Produktionsweise, Technologie und gesellschaftliche Institutionen während dieser gesamten Zeit nicht grundlegend verändern.

Genau darin liegt ein allgemeines Problem von Langzeitprognosen: Man kann aus einer historischen Entwicklung einen Trend ableiten. Aber man darf die Beziehungen, auf denen dieser Trend beruht, nicht ohne Weiteres zu Naturgesetzen erklären.

Das berühmte Pferdemistproblem der Großstädte des 19. Jahrhunderts veranschaulicht das sehr schön. Mit wachsender Mobilität wurden immer mehr Pferde benötigt. Mehr Verkehr bedeutete deshalb mehr Pferde, mehr Futter, mehr Stallungen, mehr Mist und mehr tote Tiere. Innerhalb dieses technischen Systems war die Kopplung vollkommen real.

Der Fehler war, daraus zu schließen: Mehr Mobilität bedeutet zwangsläufig mehr Pferdemist.

Die technologische Grundlage der Mobilität änderte sich – und die Kopplung verschwand. Das Automobil brachte dafür neue und, wie wir heute wissen, gewaltige ökologische Probleme mit sich. Technischer Fortschritt löst Umweltprobleme also keineswegs automatisch. Aber das Beispiel zeigt etwas anderes: Eine empirisch beobachtete Kopplung ist noch kein Naturgesetz.

Genau deshalb muss man vorsichtig sein, wenn aus der Feststellung, dass eine ausreichende globale Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch bisher nicht gelungen ist, die Behauptung wird, sie könne auch künftig nicht gelingen. Das Erste ist ein empirischer Befund. Das Zweite ist eine Prognose.

Was bedeutet Wachstum eigentlich?

Bereits 2012 schrieb ich einen Artikel mit dem etwas flapsigen Titel „Ist Wachstum wirklich bähbäh?“.

Meine damalige Antwort lautete: Wachstum ist nicht grundsätzlich gut oder schlecht. Entscheidend ist, was wächst. Diese Unterscheidung halte ich heute für wichtiger denn je.

Wenn eine Überschwemmung eine Stadt zerstört und anschließend Milliarden für den Wiederaufbau ausgegeben werden, kann das statistisch Wirtschaftsleistung erzeugen. Gesellschaftlich sind wir dadurch trotzdem nicht reicher geworden. Wenn wir Produkte herstellen, die nach kurzer Zeit weggeworfen werden müssen, damit anschließend neue gekauft werden, entsteht Wirtschaftstätigkeit. Ob dadurch Wohlstand entsteht, ist eine andere Frage. Wenn Wälder gerodet, Rohstoffe gefördert, verarbeitet, um die halbe Welt transportiert und schließlich auf einer Deponie entsorgt werden, kann jeder einzelne dieser Vorgänge zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

Das BIP unterscheidet nicht zuverlässig zwischen gesellschaftlich erwünschter Entwicklung und der kostspieligen Reparatur ihrer Nebenwirkungen.

Daraus folgt für mich aber nicht, dass Wachstum grundsätzlich falsch wäre. Es folgt vielmehr, dass wir einen primitiven Wachstumsbegriff verwenden.

Ein Baum wächst nicht bis zum Mond

In meinem Artikel von 2012 benutzte ich dafür die Natur als Analogie. Die Natur, schrieb ich damals, wachse seit Milliarden Jahren, obwohl die Erde nicht größer werde. Heute würde ich das wissenschaftlich vorsichtiger formulieren. Die Biomasse der Erde wächst selbstverständlich nicht seit vier Milliarden Jahren kontinuierlich exponentiell. Ökosysteme expandieren, kollabieren, verändern sich, Arten entstehen und verschwinden. Auch biologische Systeme unterliegen materiellen und energetischen Grenzen.

Aber der wesentliche Gedanke bleibt bestehen:

Evolution kann innerhalb begrenzter materieller Bedingungen immer neue funktionale und organisatorische Komplexität hervorbringen.

Ein Baum kann nicht unbegrenzt höher werden. Irgendwann verhindern Statik, Wassertransport und andere physikalische Bedingungen weiteres Höhenwachstum. Aber Evolution besteht auch nicht darin, dass derselbe Baum immer höher wird. Aus relativ einfachen Lebensformen entstanden über Milliarden Jahre komplexe Zellen, Vielzeller, Nervensysteme, Gehirne, Ökosysteme, Symbiosen und schließlich Lebewesen, die über Evolution diskutieren können.

Die Erde musste dafür nicht entsprechend größer werden. Materie wurde komplexer organisiert. Und genau hier liegt eine Analogie zur Wirtschaft. Auch Wirtschaftswachstum muss nicht bedeuten, dass wir jedes Jahr zehn Prozent mehr Autos, Stahl, Beton und Plastik herstellen.

Wirtschaft ist zu einem erheblichen Teil Organisation. Arbeitsteilung ist Organisation. Wissen ist Organisation. Software ist Organisation. Technologie ist Organisation von Materie, Energie und Information. Eine Maschine, die aus derselben Menge Material mit der Hälfte der Energie doppelt so viel Nutzen erzeugt, stellt eine Entwicklung dar, ohne deshalb doppelt so groß sein zu müssen.

Ein Smartphone ersetzt heute Geräte und Dienstleistungen, für die früher Kamera, Telefon, Straßenkarte, Lexikon, Taschenrechner, Kalender, Musikabspielgerät und zahlreiche weitere Gegenstände benötigt wurden. Natürlich ist auch ein Smartphone materiell. Natürlich benötigen Rechenzentren Energie. Natürlich besitzt Digitalisierung einen ökologischen Fußabdruck. Aber der Zusammenhang zwischen erzeugtem Nutzen und eingesetzter Materiemenge ist offensichtlich nicht konstant.

Genau diese Relation ist aber entscheidend.

Das eigentliche Ziel ist Entkopplung

Die ernsthafte Degrowth-Kritik setzt genau an diesem Punkt an. Sie sagt nicht einfach: Technik ist schlecht. Sie weist darauf hin, dass es bisher global nicht gelungen ist, wirtschaftliche Wertschöpfung in ausreichendem Maß von Ressourcenverbrauch, Flächenverbrauch, Biodiversitätsverlust und anderen Umweltbelastungen zu entkoppeln.

Das ist ein wichtiger Einwand. Relative Entkopplung reicht nicht. Wenn eine Volkswirtschaft pro Euro Wirtschaftsleistung jedes Jahr zwei Prozent weniger Ressourcen benötigt, gleichzeitig aber um drei Prozent wächst, steigt der gesamte Ressourcenverbrauch trotzdem.

Was wir benötigen, ist deshalb in entscheidenden Bereichen absolute Entkopplung: steigender Wohlstand bei sinkendem Primärressourcenverbrauch und sinkender Umweltbelastung.

Ob das in ausreichender Größenordnung möglich ist, ist die eigentliche Streitfrage. Aber aus der Feststellung, dass es bisher nicht ausreichend gelungen ist, folgt nicht, dass es unmöglich ist.

Denn unsere heutige Wirtschaft ist noch immer weitgehend linear aufgebaut:

Rohstoff entnehmen. -> Produkt herstellen. -> Produkt verkaufen. -> Produkt verbrauchen. -> Produkt wegwerfen. -> Neuen Rohstoff entnehmen.

Wenn dieses System nicht nachhaltig ist, erscheint mir die Vorstellung merkwürdig, die entscheidende Lösung bestünde darin, dasselbe System einfach etwas langsamer zu betreiben. Wenn wir grundsätzlich dasselbe tun wie bisher, nur zwanzig Prozent weniger davon, ruinieren wir unsere Lebensgrundlagen lediglich langsamer.

Die entscheidende Aufgabe besteht deshalb darin, die Struktur des Systems zu verändern.

Nicht weniger vom Falschen, sondern etwas anderes

Nehmen wir einen Rohstoff. Im linearen Modell wird er gefördert, verarbeitet und irgendwann zu Abfall. In einer konsequenten Kreislaufwirtschaft wird bereits das Produkt so konstruiert, dass seine Bestandteile nach dem Ende seiner Nutzung wieder zu Rohstoffen werden.

Cradle to Cradle geht noch einen Schritt weiter: Es versucht Produkte von vornherein so zu entwerfen, dass ihre Materialien in technischen oder biologischen Kreisläufen weitergeführt werden können.

Perfekte Kreisläufe wird es aus physikalischen Gründen nicht geben. Es entstehen Verluste, Materialien degradieren, Trennung benötigt Energie.

Aber zwischen „perfekt“ und unserer heutigen Wegwerfwirtschaft liegt ein gewaltiger technologischer Entwicklungsraum.

Dasselbe gilt für Energie. Ein Verbrennungsmotor verwandelt einen erheblichen Teil der eingesetzten Energie in Abwärme. Elektrische Antriebe können dieselbe Mobilitätsleistung mit deutlich weniger Endenergie bereitstellen. Eine Wärmepumpe erzeugt Wärme nicht einfach aus elektrischer Energie, sondern transportiert Umweltwärme und kann dadurch aus einer Einheit Strom vier und mehr Einheiten Wärme bereitstellen. Gebäude können so konstruiert werden, dass sie für denselben Wohnkomfort erheblich weniger Heiz- und Kühlenergie benötigen.

All das bedeutet nicht Verzicht auf Entwicklung. Es ist Entwicklung.

Deshalb halte ich Degrowth für das falsche Leitbild. Nicht weil Suffizienz bedeutungslos wäre. Natürlich gibt es insbesondere in reichen Gesellschaften absurden Konsum, vermeidbare Verschwendung und Dinge, bei denen weniger tatsächlich mehr Lebensqualität bedeuten kann.

Aber Suffizienz beantwortet nicht die größere zivilisatorische Frage. Diese lautet: Wie schaffen wir eine hochentwickelte Zivilisation, deren Wohlstand nicht mehr proportional mit ihrem Naturverbrauch wächst?

Ein evolutionärer Wendepunkt

Um die Bedeutung dieser Frage zu verstehen, müssen wir meines Erachtens weiter zurückblicken.

Während fast der gesamten Menschheitsgeschichte bestand eine der wichtigsten Aufgaben menschlicher Gesellschaften darin, sich gegenüber der Natur zu behaupten.

Menschen froren. Menschen verhungerten. Menschen starben an Infektionen, die wir heute mit wenigen Tabletten behandeln können. Ernten wurden durch Wetterereignisse vernichtet. Eine schlechte Saison konnte Hungersnöte verursachen. Ein verletzter Zahn konnte lebensgefährlich werden.

Technische Entwicklung bedeutete unter diesen Bedingungen zunächst Befreiung von Naturzwängen. Wir bauten Häuser, Bewässerungssysteme und Straßen. Wir entwickelten Medizin, Landwirtschaft, Maschinen und Energieversorgung. Die industrielle Revolution beschleunigte diesen Prozess in einem bis dahin unvorstellbaren Ausmaß. Und sie war ungeheuer erfolgreich. So erfolgreich, dass sich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur innerhalb historisch kürzester Zeit grundlegend verändert hat.

Menschen haben Ökosysteme natürlich schon lange vor der Industrialisierung verändert und teilweise zerstört. Neu ist nicht die Tatsache menschlicher Eingriffe. Neu sind Größenordnung, Geschwindigkeit und globale Reichweite.

Eine Spezies, deren zentrale Herausforderung über Jahrtausende darin bestand, sich gegen Naturgewalten zu schützen, besitzt heute die technische Macht, selbst planetare Stoffkreisläufe, Klima und Biodiversität erheblich zu beeinflussen.

Damit stehen wir vor einer völlig neuen Entwicklungsaufgabe. Wir müssen nicht mehr nur lernen, Naturkräfte zu beherrschen. Wir müssen lernen, mit der Macht verantwortlich umzugehen, die wir dadurch gewonnen haben. Das ist für mich ein evolutionärer Wendepunkt.

Und gerade deshalb erscheint mir Schrumpfung als gesellschaftliche Leitidee unzureichend. Die ökologische Krise zeigt nicht, dass die Menschheit zu weit entwickelt ist.

Sie zeigt, dass unsere technische Macht schneller gewachsen ist als unsere Fähigkeit, diese Macht ökologisch und gesellschaftlich verantwortlich zu organisieren.

Die Antwort darauf kann nicht darin bestehen, Entwicklung grundsätzlich zurückzunehmen. Wir müssen die nächste Entwicklungsstufe erreichen.

Die globale Perspektive

Hinzu kommt ein Problem, das in europäischen Degrowth-Debatten leicht aus dem Blick gerät. Wir betrachten die Welt aus Gesellschaften heraus, die bereits über Straßen, Krankenhäuser, Stromnetze, Kanalisation, Universitäten, Wohnungen, Kühlketten, digitale Infrastruktur und eine enorme industrielle Basis verfügen. Von hier aus lässt sich leicht feststellen, dass wir nicht jedes Jahr ein größeres Auto oder noch mehr Konsumgüter benötigen. Das stimmt sogar.

Aber dieser Lebensstandard ist keineswegs der globale Ausgangspunkt. Milliarden Menschen haben weiterhin einen legitimen materiellen Aufholbedarf. Sie brauchen Wohnungen. Krankenhäuser. Medikamente. Strom. Trinkwasserversorgung. Abwassersysteme. Schulen. Verkehrsinfrastruktur. Kühlung für Lebensmittel und Medikamente. Maschinen und Kommunikationssysteme. Das alles benötigt zunächst Material und Energie.

Es wäre eine merkwürdig eurozentrische Vorstellung, wenn jene Gesellschaften, die ihren Wohlstand während zweier Jahrhunderte Industrialisierung aufgebaut haben, nun erklärten: Leider sind die planetaren Grenzen erreicht; jetzt müssen alle gemeinsam schrumpfen.

Die Herausforderung ist wesentlich anspruchsvoller.

Der Ressourcenverbrauch der reichen Gesellschaften muss drastisch sinken, während ärmere Gesellschaften gleichzeitig die Möglichkeit erhalten müssen, ihren materiellen Wohlstand zu steigern.

Gerade deshalb benötigen wir Entkopplung. Und gerade deshalb brauchen wir Innovation. Nicht als technisches Feigenblatt, um alles beim Alten zu lassen. Sondern um überhaupt eine humane globale Zivilisation innerhalb planetarer Grenzen möglich zu machen.

Und dann kam die künstliche Intelligenz

Als ich 2012 über Wachstum an Komplexität schrieb, war eine Entwicklung in ihrer heutigen Dimension noch nicht abzusehen. Zwar habe ich schon in den 1980ern selbst Neuronale Netzte programmiert, aber die derzeitige Beschleunigung der Entwicklung galt damals noch als Science Fiktion. Die Künstliche Intelligenz verändert die Voraussetzungen dieser Diskussion radikal.

Bislang gab es neben Energie und Rohstoffen noch einen weiteren fundamentalen knappen Produktionsfaktor: menschliche Arbeit. Fast alles, was eine Gesellschaft herstellen wollte, benötigte Menschen, die dafür Zeit aufwendeten. Deshalb hängen Einkommen, Arbeit und Produktion in unserer Wirtschaftsordnung so eng zusammen. Die meisten Menschen erhalten Zugriff auf Güter, indem sie ihre Arbeitskraft verkaufen.

KI beginnt, diese Gleichung fundamental zu verändern. Es ist nicht vergleichbar mit bisherigen industriellen Revolutionen, die irgendwann den Markt gesättigt hatten und wieder abflchten. Das wird bei KI nicht passieren.

Zunächst automatisiert sie kognitive Tätigkeiten: Softwareentwicklung, Übersetzung, Recherche, Verwaltung, Konstruktion, Analyse und zahlreiche kreative Prozesse können teilweise erheblich produktiver werden. Verbinden wir künstliche Intelligenz mit Robotik, betrifft Automatisierung zunehmend auch die physische Welt. Dann entsteht eine Situation, die weit über die übliche Diskussion über Wirtschaftswachstum hinausgeht.

Was geschieht, wenn eine Gesellschaft immer mehr Güter und Dienstleistungen herstellen kann, ohne dafür proportional mehr menschliche Arbeitszeit zu benötigen? Was geschieht, wenn gleichzeitig erneuerbare Energie immer billiger wird? Und was geschieht, wenn wir zusätzlich lernen, einen immer größeren Teil unserer Materialien in Kreisläufen zu führen?

Dann verändert sich nicht nur unsere Produktion. Dann verändert sich möglicherweise die Logik der Knappheit selbst. Und damit das gesamte Fundament, auf dem unsere derzeitige Gesellschaft aufgebaut ist.

Von der Knappheitsökonomie zur Ökonomie des Überflusses

Unsere gesamte Wirtschaftsordnung ist auf Knappheit aufgebaut. Güter sind knapp, Energie ist knapp, Rohstoffe sind knapp und vor allem ist menschliche Arbeitszeit knapp. Preise koordinieren den Zugriff auf diese begrenzten Güter, während die meisten Menschen über ihre Arbeit das Einkommen erwerben, mit dem sie wiederum an der Produktion anderer teilhaben können. Technischer Fortschritt hat diese Knappheiten jedoch immer wieder verschoben. Ein handgeschriebenes Buch war einst ein kostbares Gut, weil seine Vervielfältigung enorme menschliche Arbeit erforderte. Heute lässt sich ein digitaler Text praktisch ohne zusätzliche Arbeit millionenfach verbreiten. In der Landwirtschaft war früher der größte Teil der Bevölkerung (90 %) damit beschäftigt, Nahrung zu erzeugen. Heute kann ein kleiner Teil der Bevölkerung (4 %) eine ganze Gesellschaft ernähren. Produktivitätssteigerung bedeutet letztlich immer, mit weniger menschlicher Arbeit, Energie oder Material denselben oder einen größeren Nutzen zu erzeugen.

Mit KI und Robotik könnte dieser Prozess nun eine neue Qualität erreichen. Maschinen ersetzen nicht mehr nur Muskelkraft, sondern übernehmen zunehmend kognitive Tätigkeiten: Sie analysieren, konstruieren, programmieren, planen und steuern. Verbinden wir diese Fähigkeiten mit Robotik, betrifft Automatisierung zunehmend auch die physische Produktion. Daraus entsteht allerdings ein merkwürdiges Paradox. Wenn eine Fabrik durch Automatisierung mit hundert Menschen dieselbe Menge produzieren kann wie zuvor mit tausend, ist die Gesellschaft objektiv produktiver geworden. Neunhundert Menschen müssen diese Arbeit nicht mehr verrichten. Eigentlich müsste das eine hervorragende Nachricht sein. In unserer gegenwärtigen Wirtschaftsordnung kann daraus jedoch eine soziale Katastrophe werden, weil dieselben Menschen mit ihrer Arbeit auch ihr Einkommen verlieren. Wir können dann mehr Wohlstand mit weniger Arbeit erzeugen und gleichzeitig Menschen von diesem Wohlstand ausschließen. Das Problem liegt offensichtlich nicht in mangelnder Produktivität, sondern darin, wie wir den Zugang zu ihren Ergebnissen organisieren.

An dieser Stelle wird häufig auf frühere industrielle Revolutionen verwiesen. Auch damals verschwanden Berufe, während gleichzeitig neue entstanden. Aus den Webern und Kutschern wurden nicht einfach Arbeitslose; neue Industrien schufen Tätigkeiten, die vorher niemand kannte. Deshalb, so das Argument, werde es auch diesmal wieder genügend neue Arbeit geben. Das ist möglich, aber keineswegs selbstverständlich. Denn bisher automatisierten Maschinen überwiegend bestimmte Ausschnitte menschlicher Fähigkeiten. Wo Muskelkraft ersetzt wurde, blieben kognitive Tätigkeiten; wo standardisierte Abläufe automatisiert wurden, entstanden neue Aufgaben in Planung, Entwicklung, Kommunikation und Kontrolle. Eine universell einsetzbare KI in Verbindung mit flexibler Robotik zielt dagegen gerade auf diese verbleibenden Bereiche. Erstmals ist zumindest keine große Kategorie wirtschaftlich verwertbarer menschlicher Tätigkeit erkennbar, von der wir sicher sagen könnten, dass sie prinzipiell nicht automatisierbar ist. Selbst neu entstehende Berufe wären nicht zwangsläufig dauerhaft vor Automatisierung geschützt.

Was vermutlich sehr viel schwerer zu ersetzen sein wird, sind jene Tätigkeiten, bei denen gerade die menschliche Beziehung einen Teil ihres Wertes ausmacht: jemanden pflegen, Kinder begleiten, Menschen unterrichten, trösten, beraten, Gemeinschaft organisieren, Kunst und Kultur miteinander erleben oder einfach für andere Menschen da sein. Ausgerechnet solche Tätigkeiten werden in unserer heutigen Ökonomie jedoch häufig schlecht bezahlt oder überhaupt nicht als wirtschaftliche Leistung erfasst. Wer einen alten Menschen betreut, ein Kind erzieht oder ehrenamtlich eine Gemeinschaft zusammenhält, kann gesellschaftlich enormen Wert schaffen, ohne dass dieser Wert angemessen in Einkommen oder BIP erscheint.

Damit entstehen zwei Aufgaben gleichzeitig. Erstens müssen wir einen Weg finden, die durch Automatisierung erzeugte Wertschöpfung anders zu verteilen, wenn menschliche Erwerbsarbeit als zentraler Verteilungsmechanismus an Bedeutung verliert. Ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre dafür eine Möglichkeit, aber keineswegs die einzig denkbare. Zweitens müssen wir unseren Begriff von gesellschaftlich wertvoller Arbeit überdenken. Wenn Maschinen einen wachsenden Teil dessen übernehmen, was heute bezahlt werden muss, könnten Menschen mehr Zeit für Tätigkeiten gewinnen, deren Wert gerade darin besteht, dass Menschen sie füreinander tun. Eine hochautomatisierte Gesellschaft müsste deshalb nicht zu einer Gesellschaft ohne sinnvolle Tätigkeit werden. Sie könnte vielmehr erstmals die Möglichkeit eröffnen, Einkommen, Erwerbsarbeit und gesellschaftlichen Beitrag weniger zwanghaft miteinander gleichzusetzen.

Deshalb führt technischer Fortschritt keineswegs automatisch in eine bessere Gesellschaft. KI, Robotik und Automatisierung können eine enorme Konzentration von Eigentum und Macht erzeugen, wenn die Produktivitätsgewinne im Besitz weniger Akteure bleiben. Dieselben Technologien könnten aber auch Arbeitszeit reduzieren und einen allgemeinen Wohlstand ermöglichen, der während des größten Teils der Menschheitsgeschichte utopisch erschienen wäre. Technologie eröffnet Möglichkeiten; welche davon Wirklichkeit wird, ist eine politische und gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe.

Solarpunk als technologische Reifung

Hier beginnt für mich das eigentliche Potenzial einer Solarpunk-Gesellschaft. Damit meine ich nicht die ästhetische Vorstellung begrünter Hochhäuser zwischen Solarpaneelen, sondern eine hochentwickelte technische Zivilisation, die gelernt hat, ihre eigenen Stoff- und Energieströme in die Funktionsbedingungen der Biosphäre einzufügen. Eine solche Gesellschaft wäre keineswegs weniger komplex als unsere heutige. Im Gegenteil: Eine wirkliche Kreislaufwirtschaft ist technologisch wesentlich anspruchsvoller als eine Wegwerfwirtschaft. Es ist vergleichsweise einfach, einen Rohstoff aus dem Boden zu holen, daraus ein Produkt herzustellen und dieses anschließend zu entsorgen. Wesentlich schwieriger ist es, Produkte modular und reparierbar zu konstruieren, ihre Materialien über Jahrzehnte zu verfolgen, sie am Ende ihrer Nutzung automatisch zu zerlegen, Bestandteile wiederzuverwenden und Rohstoffe sortenrein in neue Produktionsprozesse zurückzuführen.

Gerade hier könnten KI und Automatisierung entscheidend werden. Man kann sich eine Infrastruktur vorstellen, in der jedes Produkt einen digitalen Materialpass besitzt, intelligente Systeme Stoffströme koordinieren und automatisierte Anlagen Produkte zerlegen und ihre Komponenten der jeweils sinnvollsten weiteren Verwendung zuführen. Rohstoffe wären dann nicht mehr Verbrauchsmaterial auf einer Reise von der Mine zur Müllhalde, sondern zirkulierende Bestandteile eines technischen Ökosystems. Perfekte Kreisläufe wird es dabei aus physikalischen Gründen nicht geben. Recycling benötigt Energie, Materialien degradieren und es entstehen Verluste. Aber zwischen der theoretischen Unmöglichkeit eines hundertprozentig geschlossenen Kreislaufs und unserer heutigen Wegwerfwirtschaft liegt ein gewaltiger technologischer Entwicklungsraum.

Ähnliches gilt für Energie. Die Erde ist hinsichtlich vieler Rohstoffe begrenzt, erhält aber fortwährend enorme Energiemengen von der Sonne. Entscheidend ist deshalb, wie viel davon wir mit vertretbaren ökologischen Auswirkungen nutzbar machen und wie effizient wir sie verwenden können. Wenn eine Technologie dieselbe Leistung mit einem Zehntel der Energie erbringt, ist unsere technische Leistungsfähigkeit gewachsen, obwohl unser Energieverbrauch sinkt. Treffen hohe Energieeffizienz, reichlich erneuerbare Energie, Kreislaufwirtschaft und weitgehende Automatisierung zusammen, verändern sich mehrere traditionelle Knappheiten gleichzeitig. Menschliche Arbeitszeit wird als Produktionsfaktor weniger knapp, Energie kann wesentlich reichlicher verfügbar werden und Rohstoffe können länger in technischen Kreisläufen verbleiben. Genau darin liegt die Möglichkeit dessen, was ich eine Ökonomie des Überflusses nenne.

Überfluss bedeutet dabei keineswegs Unendlichkeit. Auch eine zukünftige Solarpunk-Gesellschaft wird planetare Grenzen kennen. Land bleibt begrenzt, manche Rohstoffe bleiben selten und Ökosysteme besitzen Belastungsgrenzen. Überfluss bedeutet vielmehr, dass immer mehr grundlegende Güter mit so wenig menschlicher Arbeit und so effizientem Ressourceneinsatz hergestellt werden können, dass ihre Knappheit gesellschaftlich an Bedeutung verliert. Wenn dieser Prozess weit genug fortschreitet, stellt sich irgendwann sogar die Frage, ob eine Gesellschaft, in der der Zugang zu Gütern hauptsächlich über den Verkauf menschlicher Arbeitszeit organisiert wird, noch sinnvoll strukturiert ist. Warum sollte ein Mensch acht Stunden am Tag arbeiten müssen, um Anspruch auf Produkte zu erwerben, deren Herstellung kaum noch menschliche Arbeit benötigt? Die Diskussion über Grundeinkommen, Grundversorgung, neue Eigentumsmodelle oder eine gesellschaftliche Beteiligung an automatisierter Wertschöpfung könnte deshalb von einer sozialpolitischen Randfrage zu einer der zentralen Gestaltungsfragen dieses Jahrhunderts werden.

Warum Degrowth dafür das falsche Leitbild ist

Viele Diagnosen der Degrowth-Bewegung halte ich durchaus für richtig. Unser Ressourcenverbrauch ist zu hoch, unsere Wirtschaftsweise zerstört Ökosysteme, das BIP ist kein ausreichender Maßstab gesellschaftlichen Fortschritts und reiche Gesellschaften produzieren und konsumieren vieles, dessen Verschwinden unsere Lebensqualität kaum beeinträchtigen würde. Eine Wirtschaft, die nur funktioniert, solange Menschen ständig neue Dinge kaufen, obwohl ihre Bedürfnisse längst befriedigt sind, besitzt offensichtlich ein Konstruktionsproblem. Daraus folgt aber nicht, dass Schrumpfung selbst zum Ziel werden sollte.

Denn gleichzeitig stehen wir vor einem gewaltigen Aufbauprogramm. Wir müssen die fossile Energieversorgung ersetzen, Stromnetze und Speicher errichten, Gebäude sanieren, Industrieprozesse verändern, Verkehrssysteme umbauen, Landwirtschaft regenerativ gestalten, Materialkreisläufe aufbauen und geschädigte Ökosysteme wiederherstellen. Gleichzeitig brauchen Milliarden Menschen weiterhin Wohnungen, Krankenhäuser, Trinkwasser, Abwassersysteme, Energieversorgung, Verkehr und andere materielle Infrastruktur. Und zusätzlich müssen wir den durch KI und Automatisierung ausgelösten gesellschaftlichen Umbau bewältigen.
Das ist keine Agenda des Rückzugs. Es ist vermutlich eine der größten Transformationsaufgaben der Menschheitsgeschichte.

Natürlich gibt es Bereiche, die schrumpfen müssen. Fossiler Energieverbrauch, Emissionen, Verschwendung, Primärrohstoffverbrauch in reichen Gesellschaften und die Produktion kurzlebiger Wegwerfprodukte gehören dazu. Gleichzeitig müssen erneuerbare Energien, Speicher, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenproduktivität, Forschung, Bildung, Gesundheitsversorgung, Renaturierung und in vielen Regionen auch ganz materielle Infrastruktur wachsen. Die interessante Frage lautet deshalb nicht „Wachstum oder Schrumpfung?“, sondern: Was muss wachsen, was muss schrumpfen und wie organisieren wir beides so, dass menschlicher Wohlstand innerhalb planetarer Grenzen möglich wird?

Damit verliert auch das BIP seine Rolle als gesellschaftlicher Fetisch. Wenn eine nachhaltige Gesellschaft hohe Lebensqualität, Gesundheit, Bildung und soziale Sicherheit ermöglicht und ihr BIP dabei nicht wächst, sehe ich darin kein Problem. Wenn dieselbe Gesellschaft aufgrund enormer Produktivitätsfortschritte wirtschaftlich wächst, während Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung sinken, sehe ich im Wachstum ebenfalls kein Problem. Das Ziel ist weder ein steigendes noch ein sinkendes BIP. Entscheidend ist letztlich, wie viel menschliches Wohlergehen wir mit welchem Naturverbrauch ermöglichen.

Nicht weniger Zukunft, sondern eine andere

Der grundlegende Irrtum unserer gegenwärtigen Wachstumsdebatte besteht darin, dass wir uns zwischen zwei Varianten derselben alten Vorstellung entscheiden sollen. Die eine sagt: Wir müssen weiter wachsen wie bisher und unsere Umweltprobleme irgendwie technisch reparieren. Die andere sagt: Weil dieses Wachstum an Grenzen stößt, müssen wir weniger davon betreiben. Beide denken Wirtschaft noch zu sehr als materiellen Durchsatz. Und beides führt letztlich zum selben Ergebnis: den Ruin unseres Planeten, einmal schneller, einmal langsamer.

Die interessantere Möglichkeit besteht darin, die Produktionsweise selbst zu verändern. Nicht immer mehr Material durch das System zu schleusen, sondern vorhandene Materie intelligenter zu organisieren. Nicht menschliche Lebenszeit immer effizienter in Erwerbsarbeit zu verwandeln, sondern Automatisierung dazu zu nutzen, notwendige Arbeit zu reduzieren. Nicht Wohlstand durch Naturverbrauch zu erzeugen, sondern Wissen und Technologie einzusetzen, um immer mehr Wohlstand pro Einheit Naturverbrauch zu ermöglichen. Wachstum wäre dann zunehmend Wachstum an Wissen, Produktivität, organisatorischer Komplexität und menschlichen Möglichkeiten. Aber es wäre immer noch Wachstum.

Damit kehre ich zu dem Gedanken zurück, den ich bereits 2012 formuliert hatte: Wachstum ist nicht deshalb schlecht, weil etwas wächst. Es wird problematisch, wenn immer mehr von dem wächst, von dem wir bereits zu viel haben. Heute würde ich ergänzen: Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, Wachstum oder Schrumpfung könnten sinnvolle oberste Ziele einer Gesellschaft sein. Beides sind quantitative Begriffe für eine Herausforderung, die in Wahrheit qualitativ ist. Es ist also eine simple Kategorienverwechslung.

Die Menschheit hat während ihrer Geschichte gelernt, sich mit Technik gegenüber der Natur zu behaupten. Dieser Erfolg hat uns an einen Punkt gebracht, an dem unsere technische Macht selbst zu einer Gefahr für die natürlichen Systeme geworden ist, von denen wir abhängen. Daraus folgt eine neue Verantwortung. Wir müssen lernen, unsere Zivilisation nicht mehr gegen die Natur, sondern innerhalb ihrer Funktionsbedingungen weiterzuentwickeln.

Die ökologische Krise zeigt deshalb nicht, dass die Menschheit zu weit entwickelt ist. Sie zeigt, dass unsere technische Macht schneller gewachsen ist als unsere Fähigkeit, diese Macht ökologisch und gesellschaftlich verantwortlich zu organisieren.

KI und Automatisierung verschärfen diese Situation noch einmal. Sie können Ungleichheit, Ressourcenverbrauch und Machtkonzentration beschleunigen. Sie können uns aber auch dabei helfen, Materialkreisläufe zu schließen, Energie effizienter einzusetzen, notwendige Arbeit zu reduzieren und Wohlstand von Naturverbrauch und menschlicher Arbeitszeit zunehmend zu entkoppeln. Welche dieser Zukünfte entsteht, entscheidet die Technologie nicht für uns.

Deshalb dürfen wir uns gerade jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen, indem wir Schrumpfung als vermeintliches Naturgesetz erklären. Die Transformation wird nicht automatisch stattfinden. Wir müssen sie wollen, gestalten und politisch, wirtschaftlich und technologisch organisieren.

Wir brauchen keine kleinere Version der Industriegesellschaft des 20. Jahrhunderts. Wir brauchen eine neue Entwicklungsstufe.

Nicht weniger Zukunft, sondern eine andere Zukunft.


Veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert