Spiritueller Transhumanismus: Ein Blog des Evolutionären Idealismus von Gerhard Höberth
-

Kausalität und Teleologie – Das Blitz-Modell
1. An der Schwelle einer neuen Frage Wir sind mit einem kleinen Zweifel gestartet: Der Materialismus erklärt viel – aber nicht das Entscheidende. Er beschreibt Prozesse im Gehirn, elektrische Impulse, chemische Reaktionen, komplexe neuronale Muster. Doch bei aller Präzision bleibt eine Frage offen: Warum wird das überhaupt erlebt? Warum ist da etwas, das fühlt, wahrnimmt, leidet,…
-

It from Qubit – Die Welt als Information
1. Eine überraschende Wendung Wer meine bisherigen Essays verfolgt hat, dem ist die Grundidee bereits vertraut: Wirklichkeit ist kein Gefüge aus Dingen, sondern eine Matrix von Relationen – ein Informationsraum, in dem sich stabile Muster als das zeigen, was wir „Materie“ nennen. Genau an dieser Stelle setzt nun eine überraschende Entwicklung der modernen Physik an.…
-

Indras holografisches Netz – Wie sich die Welt gegenseitig hervorbringt
1. Die Welt als Spiegel 1.1 Eine alte Metapher – und was sie wirklich sagt Stellen Sie sich ein unendliches Netz vor. An jedem Knotenpunkt dieses Netzes befindet sich eine glänzende Perle. Und in jeder dieser Perlen spiegelt sich das gesamte Netz – nicht vollständig, nicht perfekt, aber doch so, dass jede Perspektive das Ganze…
-

Wenn alles eine Innenperspektive hat
Abstract Dieser Essay untersucht, was es konkret bedeutet, wenn die Wirklichkeit nicht nur eine äußere, sondern auch eine innere Seite besitzt. Ein Essay über Holons, Selbstorganisation und die Innenseite der Wirklichkeit Wenn wir zu dem Schluss gekommen sind, dass Pantheismus wahrscheinlicher ist als Materialismus, dann ist damit die eigentliche Arbeit erst eröffnet. Denn die entscheidende…
-

Das harte Problem des Bewusstseins existiert
Die offene Frage im Zeitalter der Neurowissenschaft Wir leben in einer Zeit, in der wir das Gehirn besser verstehen als jede Kultur vor uns. Wir können beobachten, welche Areale aktiv werden, wenn ein Mensch eine Melodie hört, ein Gesicht erkennt, eine Erinnerung abruft oder Schmerz empfindet. Wir können elektrische Muster messen, biochemische Prozesse beschreiben und…
-

Der Quantenkollaps – Außenbeschreibung und Innenperspektive
Ein Übergang: Vom Möglichkeitsraum zur Erfahrung Stellen wir uns vor, die Wirklichkeit wäre kein fester Raum, in dem sich Dinge bewegen, sondern ein ungeheurer Möglichkeitsraum – ein Raum, in dem nicht nur das existiert, was ist, sondern alles, was sein könnte. In den bisherigen Artikeln dieser Reihe haben wir bereits zwei entscheidende Gedanken eingeführt: den…
-

Vom Panpsychismus zum Pantheismus
Die Einheit hinter der Wirklichkeit Im letzten Beitrag zum „Problem der gemeinsamen Wirklichkeit“ haben wir gesehen, dass Realität nicht als eine einheitliche Bühne verstanden werden kann, auf der sich Ereignisse einfach abspielen. Stattdessen entsteht Wirklichkeit lokal – in relationalen Wechselwirkungen, die jeweils ihre eigenen Perspektiven hervorbringen. Wirklichkeit wird durch eine Interaktion erzeugt, in der die…
-

Das Problem der gemeinsamen Wirklichkeit
Im letzten Beitrag („Was ich unter Bewusstsein verstehe“) habe ich die These vertreten, dass Bewusstsein nicht als spätes Nebenprodukt materieller Prozesse verstanden werden kann. Stattdessen habe ich vorgeschlagen, jede physikalische Wechselwirkung – insbesondere den Quantenkollaps – als rudimentäre Innenperspektive zu deuten. Damit lässt sich die Welt lückenlos beschreiben, ohne die Bruchstelle, die der Materialismus beim…
-

Was ich unter Bewusstsein verstehe
Es gibt eine Erfahrung, die jeder Mensch kennt – und die gleichzeitig zu den größten Rätseln überhaupt gehört: dass überhaupt etwas erlebt wird. Wir sehen Farben, hören Geräusche, erinnern uns, denken nach, zweifeln. Aber hinter all dem steht eine viel grundlegendere Frage, die erstaunlich selten wirklich gestellt wird: Warum gibt es überhaupt eine Innenperspektive? Interessanterweise…